Unter Schichtarbeit wird die Aufteilung der
betrieblichen Arbeitszeit in mehrere Zeitabschnitte mit versetzten Anfangszeiten
beziehungsweise unterschiedlicher Lage sowie unter Umständen unterschiedlicher
Dauer verstanden. Ziel ist, die Betriebszeit über die individuelle Arbeitszeit
auszudehnen, so dass Produktions-, Service- oder Ansprechzeiten unabhängig von
den Anwesenheitszeiten der MitarbeiterInnen verlängert werden können.
Welche Varianten der Schichtarbeit sind bekannt?
Bei der Schichtarbeit sind zahlreiche
Variationsmöglichkeiten vorhanden. So reicht die Spannweite der Schichtsysteme
von einfachen, diskontinuierlichen Einschicht- oder Zweischichtmodellen (z.B.
Tag- und Nachtschicht im Wechsel) über Teilzeit-Vollzeit kombinierte Modelle
bis hin zu vollkontinuierlichen Schichtsystemen, mit deren Hilfe rund um die Uhr
(auch Wochenenden und Feiertage) gearbeitet werden kann. Bei all diesen Systemen
kann zwischen Wechselschichtsystemen ( Betrachtungszeitraum des Wechsels 1 Tag)
und rollierenden Schichtsystemen ( 1 Woche oder länger) unterschieden werden.
Welche Vor- bzw. Nachteile hat die Schichtarbeit?
Vorteile:
Effektivere Ausnutzung der Produktionsanlagen
Ausdehnung der Maschinenlaufzeiten
Bessere Gewährleistung der Arbeitsplatzausnutzung
Verbesserung der Kapazitätsauslastung
Nachteile:
Erhöhter Organisations- und Kooperationsaufwand seitens des Arbeitgebers
Relativ hohe psychische und physische Belastungen der Arbeitnehmer (Auswirkungen auf
Krankenstand und Leistungsfähigkeit)
Um diese Nachteile möglichst gering zu halten,
sollten daher z.B. die Schichtrhythmen bei Wechselschicht verlängert oder das
Schichtmodell auf ein Vier-Schichtsystem aufgestockt werden.