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Arbeitszeit-Management

Die Telearbeit:

Mit Telearbeit bezeichnet man die Arbeitsform, bei der die Mitarbeiter abseits des Unternehmensstandortes, z.B. in ihrer Privatwohnung oder in Nachbarschafts- oder Satellitenbüros, unter Nutzung von öffentlichen Kommunikationsmitteln und entsprechenden technischen Geräten arbeiten. Die Arbeitszeit kann regelmäßig oder flexibel, die Rechtsform festangestellt, selbständig oder mit Werkvertrag sein.

Welche Varianten der Telearbeit sind bekannt?

Alternierende Telearbeit:

Der Beschäftigte erledigt einen Teil der Aufgaben daheim, den anderen im Büro. Die Aufteilung kann festgelegt (z.B. 1 Bürotag, 4 Telearbeitstage) oder frei wählbar sein, oder wechselt je nach anfallenden Aufgaben. Dies ist die am weitesten verbreitete Form der Telearbeit. Sie wird auch als 'Desk-Sharing' (Arbeitsplatz wird mit Kollegen geteilt) bezeichnet.

Mobile Telearbeit:

Voraussetzung ist ein PC oder Notebook und die Möglichkeit der Datenfernübertragung. Besonders geeignet für Außenmitarbeiter, Handelsvertreter, Berater, Wartungstechniker, Ingenieure und Führungskräfte. Diese arbeiten mit der entsprechenden Telekommunikationsausrüstung von Kunden, Hotels oder Baustellen aus.

Telezentren, Telehäuser, Nachbarschaftsbüros:

Bei Telezentren bzw. Telehäusern mietet der Betrieb die von einem privaten oder öffentlichen Dienstleister bereitgestellte technische und räumliche Büroinfrastruktur (oft zeitlich befrist auf Tage, Wochen oder Monate).
Nachbarschaftsbüros sind ähnlich aufgebaut, allerdings schließen sich hier mehrere Unternehmen zusammen und stellen dezentral Räumlichkeiten zum Austausch von Informationen bereit.

Telearbeit in Satellitenbüros:

Ein Satellitenbüro ist vergleichbar mit einer Filiale eines Unternehmens, in die bestimmte Organisationseinheiten ausgelagert wurden. Die Mitarbeiter erhalten eine Direktverbindung zum Unternehmen und sind über Computernetzwerke mit ihm verbunden.

Teleheimarbeit:

Der Arbeitnehmer oder Auftragnehmer erledigt die Arbeit vollständig von zu Hause aus. Er bekommt seine Unterlagen per E-Mail Fax oder Post, erledigt sie und sendet sie auf einem dieser Wege zurück. Oft sind diese Telearbeiter freie Mitarbeiter oder Selbständige.

Die Vor- und Nachteile bzw. Hemmnisse bei der Einführung der Telearbeit:

Die am häufigsten genannten Motive für die Einführung von Telearbeit sind:
  • Verbesserung der Arbeitsqualität und Steigerung der Produktivität durch Reduzierung von unnötigen Störungen und Ablenkungen, konzentrierteres Arbeiten, Abbau von Büroüberfüllung
  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Erweiterung der Verfügbarkeit für Kunden auch über die regulären Bürozeiten hinaus
  • Erweiterung der Beschäftigungschancen, auch ür behinderte Erwerbstätige
  • Binden von hoch qualifizierten Arbeitskräften an das Unternehmen
  • Imageverbesserung als innovativer Arbeitgeber mit einer offenen Unternehmenskultur
  • Wegfall des Arbeitswegs, Einsparen von Fahrzeiten und Kosten, ruhigere Arbeitsatmosphäre zu Hause

Hemmnisse bei der Einführung sind vor allem die Unsicherheit der Entscheidungsträger hinsichtlich des neuen Führungsstils, der Rechtslage, der organisatorischen Veränderungen und mangelnden Erfahrung mit der notwendigen Technologie. Im mittleren Management herrscht vielfach auch Skepsis und Unkenntnis über die Chancen der Telearbeit sowie Unsicherheit über das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Viele Führungskräfte schrecken auch vor Telearbeit zurück, weil sie sich dem erhöhten Koordinierungsaufwand nicht gewachsen fühlen.

   
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