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Work-Life-Balance ist mehr als nur ein Schlagwort für traditionelle Gleichstellungsstrategien im Beruf und Familienpolitik.
In zunehmendem Maße wird erkannt, dass private Lebensverhältnisse des Mitarbeiters im Interesse des Unternehmens sind und
stärker berücksichtigt werden müssen. Die Ideenrunde "BerlinPolis" hat anlässlich eines Workshops zum Thema Work-Life-Balance
Leitthesen festgelegt, die unter anderem lauten:
- Kein Unternehmen wird es sich in Zukunft leisten können, den Konflikt zwischen Familie und Beruf auszublenden.
- Work-Life-Balance verändert die Chefetagen. Das Leitbild der Ausgewogenheit von Arbeits- und Familienleben verdrängt
zunehmend klassische karrieristische Orientierungen. Das kommt vor allem dem weiblichen Führungsnachwuchs zugute, der vom
wachsenden Problembewusstsein in den Unternehmen und verbesserter Infrastruktur (Kinderbetreuung) profitiert.
- Work-Life-Balance ist mehr als Wäscheservice und Wellness. Es geht nicht darum, den Arbeitsfrust zu versüßen.
Entscheidend ist die Veränderung der gesamten Arbeitsatmosphäre durch offene Kommunikation und Hinterfragen von
Arbeitsabläufen.
- Work-Life-Balance sieht sein Ziel nicht in einer betrieblichen Rundumversorgung mit Sozialleistungen, sondern setzt
bei den individuellen Bedürfnissen an.
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Immer mehr Unternehmen erkennen und Studien beweisen, dass die Einführung von familienfreundlichen Maßnahmen nicht nur
Vorteile für die MitarbeiterInnen, sondern auch für die Unternehmen bringen und sich betriebswirtschaftlich rechnen (laut
Studie
"Betriebswirtschaftliche
Effekte familienfreundlicher Maßnahmen"
beträgt das Einsparungspotenzial zwischen 55% und 78%).
Auf der Website "Erfolgsfaktor Familie - Unternehmen gewinnen" des deutschen Bundesministeriums für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend sind
Modellrechnungen für größere
Mittelständler und KMU angeführt, die zeigen, wie hoch der monetäre Vorteil sein kann.
Zahlreiche Firmen haben bereits das Prinzip von Work-Life-Balance in ihrem Unternehmen eingeführt. Nachfolgend einige
Links, die zeigen sollen, wie diese Firmen das Thema auf ihrer Website oder in Extra-Broschüren präsentieren:
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